Als ich vor Monaten angefragt wurde, ob im ALLERHAND Magazin ein Bericht über mich und meine Arbeit geschrieben werden darf, war ich zuerst berührt – und auch ein wenig aufgeregt. Es ist ein besonderer Moment, die eigene Geschichte zu teilen, vor allem die persönlichen Erfahrungen, die meinen Weg geprägt haben.
Und so war es ein besonderer Moment, als die Redakteurin meine Praxis betrat und sich gleich sichtlich wohl fühlte. Sie spürte sofort, dass hier eine besonderer Ort der Begegnung, des Wohlfühlens und Geborgenseins war.
Und so saßen wir lange da, sprachen über den Umgang mit schweren Diagnosen oder Verlusten. Über erschütternde Schicksalsschläge, über persönliches und berufliches. Es war ein bewegendes und gleichsam berührendes Gespräch, welches wir gemeinsam führten. Immer wieder war die Tiefe dieses Themas spürbar und wie wichtig es ist, hier einen Menschen mit persönlichen Erfahrungen, fachlicher Expertise und viel Gespür an seiner Seite zu haben.
Während des Interviews wurde mir selbst auch wieder einmal bewusst, wie tief mich bestimmte Schicksalsschläge in meinem Leben geprägt haben und wie sehr diese Erfahrungen meine Arbeit heute formen.
Es war ein intensives Gespräch, das mich zum Nachdenken brachte – über die Menschen, die ich begleite, über die Trauer, die wir alle erleben, und über die Hoffnung, die sich in diesen Momenten zeigt.
Der Bericht erschien im ALLERHAND-Magazin, das rund 24.500 Haushalte in unserer Region erreicht. Für mich bedeutet das: Meine Geschichte hat plötzlich viele Menschen direkt angesprochen. Es ist ein berührendes Gefühl zu wissen, dass Worte und Erfahrungen Menschen erreichen und vielleicht ein Stück weit begleiten können – dass sie spüren: Sie sind nicht allein. Sie werden gehört und auch verstanden. In ihrer Trauer, in ihrer Wut, in ihrer Verzweiflung, in allem...
Die Rückmeldungen, die mich nach dem Erscheinen des Artikels erreicht haben, waren überwältigend. Menschen haben mir geschrieben, mich angerufen, mir erzählt, wie sie sich selbst in meinen Worten wiedergefunden haben. Manche haben von eigenen Verlusten erzählt, andere haben einfach ihre Dankbarkeit für die Arbeit, die ich mache, ausgedrückt. Jede Nachricht hat mich tief berührt und gezeigt, wie wichtig es ist, diese Themen sichtbar zu machen und darüber zu sprechen.
Viel zu oft erleiden wir schwere Schicksalsschläge, ob schwere Diagnosen, Verluste von geliebten Menschen, schwierige Verstrickungen und vieles mehr - und wir behalten alles für uns...
- weil wir vielleicht die Menschen in unserem nächsten Umfeld schützen möchten
- weil wir das Gefühl haben, dass unsere kleinen Kinder das noch nicht verstehen
- weil wir uns schuldig fühlen für unsere Gefühle, unsere Trauer, unsere Wut auf das Geschehene
- weil wir stark sein wollen, da es die Anderen (scheinbar) doch auch so gut verkraften
- weil die Zeit doch alle Wunden heilt...
- weil mein Verlust doch schon so lange her ist und es "nicht normal ist", immer noch darum zu trauern...
Dieser Bericht im Allerhand erinnert mich daran, warum ich meine Arbeit mache: Begegnungsräume zu schaffen, in denen Menschen ihre Trauer, ihre Schicksalsschläge und ihre Verluste teilen können – ohne Urteil, in Sicherheit, mit Begleitung und Verständnis. Es ist ein Weg, Menschen zu zeigen, dass Trauer Teil des Lebens ist, aber dass wir sie gemeinsam tragen können.
Meine Begegnungsräume sind da, um dich selbst wieder zu spüren und dir auch zu zeigen, wo deine Trauer noch feststeckt und gesehen, gehört und Schritt für Schritt erleichtert zu werden.
Menschen gehen gelöst aus meiner Praxis... und sie kommen wieder, weil sie spüren: "Es ist wieder mal Zeit, hinzuschauen."
Wenn dich meine Geschichte oder die Themen, die ich begleite, gerade berühren – oder du jemanden kennst, der Unterstützung braucht – melde dich gerne bei mir.
Den gesamten Bericht über mich im ALLERHAND-Magazin findest du unter https://allerhand-magazin.at/spuer-di/
Ich freue mich über deine Rückmeldung, wie dir der Bericht gefallen hat.
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